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Solo hat keinen Doppelgänger / Dave D. Lambert

> Solo hat keinen Doppelgänger < / Dave D Lambert Buchmann-Klinik, Berlin, Gegenwart - Kapitel 9  (Solo hat keinen Doppelgänger / Dave D. Lambert) Verfasst: Freitag, den 15. August 2008 19:11

 

                      Kapitel 9

Buchmann-Klinik, Berlin, Gegenwart

Nathan schüttelte den Kopf und betrachtete Laura. Sie schien wieder in einen tiefen Schlaf gefallen zu sein.

Auch wenn ich leider kein Italienisch kann, schien mir die Aussprache völlig akzentfrei. Ihre Stimme hatte auch einen anderen Klang“, sagte er zu seinem Vater.

Ich habe einmal vor vielen Jahren einen Sprachkursus für Italienisch gebucht. Ich wollte Deine Mutter auf einer geplanten Europareise damit beeindrucken“ John Sanders machte eine kurze Pause und senkte dabei den Kopf. Auch Nathan schwieg und vermied es seinen Vater anzusehen. Seine Mutter war jetzt seit 5 Jahren tot. Viel zu früh. Ein schnell wachsender Tumor in der Lunge hatte gnadenlos, und sich nicht der Kunst der Medizin beugend, fast aller Organe bemächtigt und allen Therapien widerstanden und schlussendlich auch die Europareise verhindert. Seine Mutter starb qualvoll, ohne dass er sie noch einmal gesehen hatte.

Du hast Recht“, fuhr John Sanders fort, „sie sprach akzentfrei. Soweit ich es verstanden habe, warnte sie vor einer politischen Katastrophe“

Eine politische Katastrophe? Was meint sie damit“, wunderte sich Nathan.

Nicht die leiseste Ahnung“.

Erneut machte sich das kleine Gerät in Nathan´s Hosentasche bemerkbar.

Doktor Lauch, könnten ich und mein Vater vielleicht an einem ungestörten Ort allein miteinander reden?“ John Sanders sah seinen Sohn verblüfft an.

Aber selbstverständlich. Ich könnte ihnen mein Dienstzimmer zur Verfügung stellen. Es befindet sich am Ende des Ganges. Wir können hier im Augenblick nicht viel tun. Der Kollege für die Hautuntersuchung wird frühestens in einer Stunde hier sein. Soll ich ihnen etwas zu trinken oder zu essen bringen lassen?“

Ein Kaffee wäre schön“, war Nathan über das Angebot dankbar.

Sein Vater blickte ihn immer noch erstaunt an.

Sie verließen das Zimmer von Laura und folgten der kurzen Wegbeschreibung von Doktor Lauch. Das Dienstzimmer war klein, ordentlich und spartanisch eingerichtet. Neben einer Couch befand sich nur noch ein Schreibtisch und eine altmodische Stehlampe im Zimmer. John Sanders setzt sich auf die Couch.

Was soll das?“

Noch bevor Nathan antworten konnte, vibrierte das Gerät in seiner Tasche erneut. Jetzt zog er es heraus und legte es vorsichtig auf den Schreibtisch. Das vibrieren wurde durch die Holzplatte des Schreibtisches in ein deutliches Brummen umgewandelt.

Nathan erzählte von seiner Begegnung im Krankenhauspark mit dem Journalisten van Buren und wie er das Gerät von ihm erhalten hatte.

Was ist es?“, fragte sein Vater, der sichtlich seine sonst gewohnte Ruhe verlor und auf der Couch nervös mit seinem Bein wippte.

Ich habe nicht die leiseste Ahnung“ Das Brummen hatte aufgehört. Nathan betrachtete das Gerät jetzt näher. Es hatte die Größe einer Zigarettenschachtel, etwas kleiner vielleicht und deutlich flacher. Es war silbern, vermutlich aus Aluminium, aber deutlich schwerer. Von außen war es glatt und hatte keine sichtbaren Vertiefungen, Knöpfe oder andere Mechanismen zum Öffnen. Wenn es überhaupt zum Öffnen gedacht war. Aber irgendwo musste das Vibrieren ja herkommen.

Darf ich mal“, fragte sein Vater und streckte ihm die Hand entgegen.

Nathan gab seinem Vater das Gerät.

Ohne Brille kann ich es nicht genauer untersuchen, aber soweit ich es sehen kann, erkenne ich nichts“

Nathan brummte und nahm das Gerät wieder an sich.

Er hielt es gegen das Licht. Es schien etwas eingraviert zu sein. Es sah aus wie ein Symbol und eine Zahl. Nathan sah sich auf dem Schreibtisch nach einer Lupe um. Doktor Lauch musste ein sehr ordentlicher Mensch sein. Der Schreibtisch glich mehr einem Ausstellungsstück, als einer Arbeitsplatte. Oben rechts lag eine riesige, altmodische Lupe. Ein herrliches, altes Stück. Schwer und reichlich mit Verzierungen versehen. Nathan betrachtete erneut das Gerät diesmal durch die Lupe und suchte die Gravur. Er traute seinen Augen nicht. Neben dem Logo, zwei geschwungene Buchstaben – ein Doppel-S – stand die Zahl 4409X2211D. Die Zahl sagte ihm nichts, aber das Logo erkannte er sofort wieder. Es war das gleiche Logo, wie auf seinem Handy, dass er in der Hotelpension zerstört hatte. Es enthielt offensichtlich ein spezielles Ortungssystem und möglicherweise noch andere Dinge, die automatisch abliefen, ohne das Nathan darauf einen Einfluss hatte. Sicherheitshalber hatten sie es lieber zerstört.

Was ist es?“, fragte sein Vater neugierig.

Neben einer Zahl, mit der ich nichts anfangen kann, befindet sich das gleiche Logo wie auf meinem Handy. Das SatellitStar, das ich in unserem Hotel nach den Schüssen auf Laura zertreten habe“

Dann sollten wir es auch zerstören“

Nicht bevor wir wissen, was es ist, oder was es kann“

Ist das nicht ein Spiel mit dem Feuer?“, fragte sein Vater vorsichtig und blickte aus dem Fenster.

Ich meine, es könnte doch wieder jemand auf uns schießen!“

Das glaube ich weniger“
Nathan untersuchte das Kästchen weiter. An einer Seite entdeckte er eine kaum sichtbar Klappe. Vorsichtig strich er mit seinem Zeigefinger darüber, aber konnte nichts fühlen. Er versuchte es noch einmal, diesmal drückte sanft auf die kleine Klappe. Sie gab nach und schob sich nach rechts. Nathan stieß einen leisen Pfiff aus.

Was ist passiert, Nathan?“

Hier hat sich eben eine kleine Klappe nach rechts verschoben. Darunter befindet sich ein Art Steckdose. So wie ich es beurteile, könnte es ein Mini-USB Anschluss sein. Wir brauchen Scotty!“, stellte Nathan fest und ließ die Lupe sinken.

Wo ist Scotty?“, fragte er seinen Vater

Ich habe ihn im Hotel zurückgelassen. Er weiß noch gar nicht, dass es Laura so schlecht geht.“

Bei dieser Feststellung seines Vaters wurde Nathan noch einmal die ganze Tragweite des bisher Erlebten bewusst. Laura. Er kannte sie doch erst eine Woche und dennoch hatte er ein Gefühl für sie entwickelt, dass er noch nicht richtig deuten konnte. Jetzt lag sie auf einer Intensivstation in Deutschland, kämpfte um ihr Leben und sprach Sätze in einer Sprache, die sie sehr wahrscheinlich nie gelernt hatte

Wir müssen ihn informieren. Lass uns anrufen. Wir müssen ihn auch treffen. Ich werde mit Doktor Lauch vereinbaren, dass er uns benachrichtigt, wenn es etwas Neues gibt. Oder was meinst Du?“

Ich werde hier bei Laura bleiben. Sie ist meine Assistentin und durch meine Schuld jetzt in dieser Lage. Ich werde Dich anrufen, wenn sich etwas ändert“

Dann ruf Scotty an. Ich habe zur Zeit kein Handy, wie Du weißt. Hast Du seine Nummer?“

Nein“

Nathan brummte. Er hatte sie auch nicht. Jedenfalls nicht im Kopf.

Seit dem wir diese verdammten Dinger benutzen, kenne ich kaum noch eine Nummer auswendig. Sie sind alle im Handy gespeichert“

Solange ist doch Dein Handy gar nicht kaputt!“, stellte sein Vater fest.

Nathan zog die Augenbrauen fragend hoch.

Na ja, ich meine, angerufen hast Du mich ja auch nie“, stichelte sein Vater weiter.

Nathan blickte betroffen auf den Boden.

Das werden wir ändern. Versprochen“, versuchte er der Stichelei seines Vaters den Wind aus den Segeln zu nehmen.

John Sanders nickte nur stumm und lächelte dabei.

Ich werde in das Hotel fahren. Gib mir Deine Telefonnummer und wir rufen Dich dann an“

Da muss ich erst in meinem Handy nachgucken. Ich weiß sie nicht auswendig!“

Jetzt musste Nathan lächeln.

Fluch der Technik“

Ja, aber das werden wir ändern“

Nathan verließ das Dienstzimmer und suchte Doktor Lauch.

Wir haben beschlossen uns zu teilen“, begann er das Gespräch mit dem Kollegen. „Wir haben noch einen Freund hier in Berlin, den ich über den Gesundheitszustand von Laura informieren muss. Er ist Elektroingenieur aus meiner Abteilung in Florida und hat uns bei den Recherchen geholfen. Mein Vater erreicht uns über Mobilfunk, wenn sich etwas ändert“

Machen sie sich keine Sorgen. Wir passen hier gut auf“, versuchte Lauch etwas die Sorge zu nehmen, die deutlich im Gesicht von Nathan abzulesen war.

Ich weiß, und dafür sind wir ihnen auch alle sehr dankbar“

Beim Verlassen der Station blickte sich Nathan noch einmal um. Am Ende des Flures stand sein Vater und winkte ihm vorsichtig zu.

Nathan lächelte und winkte zurück. Die letzten Worte seines Vaters saßen noch tief in seinem Herzen. Warum hatte er ihn nicht einfach einmal angerufen? Beide wussten nicht, dass es ein Abschied für immer werden sollte.

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> Solo hat keinen Doppelgänger < / Dave D Lambert Southampton, Gegenwart - Kapitel 8  (Solo hat keinen Doppelgänger / Dave D. Lambert) Verfasst: Sonntag, den 03. August 2008 10:15

 

Kapitel 8

General Hospital, Southampton, Gegenwart

 

Doktor Kelly machte auf der Treppe halt und drehte sich missmutig zu Doktor Miculicz um.

Ich hoffe, sie haben einen guten Grund, warum sie mich noch einmal rufen!“

Sehen sie es sich nur an. Bitte.“, drängte ihn Doktor Miculicz weiter.

Mürrisch trottete Kelly wieder in den Erste-Hilfe-Raum.

Miculicz wurde jetzt sichtlich aufgeregter.

Er nahm die Hand von Frank Hollow und zeigte Kelly die Handinnenfläche des Patienten. Hollow schien wieder bewusstlos zu sein, jedenfalls zeigte er keinerlei Reaktionen.

Kelly trat dichter an den Patienten heran und zog die Augenbrauen dabei hoch.

Wofür halten sie es?“, fragte er Miculicz jetzt doch mit sichtbarem Interesse. Der schüttelte nur stumm den Kopf.

Ich habe nicht die leiseste Ahnung. Ich habe so etwas noch nie gesehen.“

Kelly brummte etwas. Als nichts passierte wurde er lauter.

Licht bitte!“

Die Schwester rollte nur stumm mit den Augen und zog die OP-Leuchte dichter an die Hand des Patienten.

Jetzt im hellen Licht war die Veränderung sehr deutlich zu sehen.

Die Haut der Handinnenfläche schien sich abzulösen. Aber es war keine Verletzung zu sehen. Miculicz nahm eine Pinzette und zog an einem Hautfetzen. Ohne ein Tropfen Blut löste er sich ab wie Pergamentpapier. Darunter hatte die Haut eine völlig andere Farbe.

Könnte es eine Vergiftung sein?“, fragte Kelly mehr sich selber.

Wir haben im Screening nichts gefunden, auch keine Barbiturate. Absolut nichts. Bisher“, antwortete ihm Miculicz.

Kelly beugte sich noch tiefer über die Hand.

Es scheint, dass unter der abgelösten Haut ein völlig anderer Hauttyp zum Vorschein kommt. Sehen sie einmal die Linien in seiner Hand auf der „alten“ Haut. Sie verlaufen vollkommen anders. Sind diese Veränderungen an der Haut auch an der anderen Hand?“, fragte Kelly.

Nein. Wobei, jetzt wo sie die Linien ansprechen. Sehen sie einmal hier“, dabei zeigte ihm Miculicz die linke Hand, die er gerade untersuchte.

Hier werden die Handlinien von anderen Linien durchkreuzt.“

Kelly warf einen Blick auf die linke Hand und nickte mit dem Kopf.

Was machen die Vitalwerte?“, fragte er die Schwester.

Im Augenblick stabil. Spontanatmung. Blutdruck unter Infusion stabil. Aber tiefe Bewusstlosigkeit. Sollten wir nicht besser intubieren?“

Ja, wäre besser. Wann melden die sich endlich aus der Radiologie? Wir brauchen ein CT vom Kopf“, wurde Kelly wieder ärgerlich, während er begann den Patienten für die Beatmung vorzubereiten.

Sie haben den Radiologen noch nicht erreicht!“

Wer hat heute Dienst ?“

Doktor O´Mally“

Kelly und Miculicz sahen sich wissend an.

Probieren sie es einmal im Schwesternwohnheim. Da müssten sie Erfolg haben.“, sagte Kelly lakonisch.

Zweiter Stock“, ergänzte Miculicz.

Zimmer 204“, setzte Kelly das Spiel fort.

Eine der Schwestern bekam einen roten Kopf.

Das ist mein Zimmer“, sagte sie halblaut.

Aha“, sagte Kelly vielsagend.

Am besten sie fangen im Erdgeschoss an und das alles ein bisschen plötzlich, oder sollen wir Feueralarm geben und sehen, aus welchem Zimmer O´Mally gerannt kommt?“

Der Kopf der Schwester verfärbte sich in ein tiefes Rot. Hektisch begann sie das Telefon zu bearbeiten.

Es wäre schön, wenn er in Dienstkleidung kommt und….dort wo sich Reißverschlüsse befinden, sollte sie auch geschlossen sein“, setze Kelly noch eins drauf. Ein Pfleger lachte, stellte es aber nach einem strafendem Blick durch die Oberschwester wieder ein.

Aber wenn es keine Vergiftung ist, was ist es dann“, wandte sich Miculicz wieder Kelly zu. Nur mühsam konnte er ein Lachen unterdrücken.

Kelly schüttelte den Kopf.

Es sieht aus wie bei einer Schlange, die sich häutet.“

Eidechsen können in der Not ihren Schwanz abwerfen“, ergänzte ein Krankenpfleger beflissen.

Sagen sie das O´Mally, vielleicht kommen wir dann schneller an unser CT“, antwortete Kelly.

Jetzt war es Kelly, der sich einen strafenden Blick der Oberschwester einfing. Miculicz konnte sich nun nicht mehr beherrschen. Er fing hemmungslos an zu lachen. Auch Kelly lachte jetzt, was nicht sehr oft geschah. Die allgemein Heiterkeit wurde durch ein plötzliches Aufbäumen des Patienten unterbrochen. Mit weit aufgerissenen Augen saß er auf der Untersuchungsliege. Heftiges Nasenbluten ließen sein Gesicht noch unheimlicher erscheinen.

Scheiße“ murmelte Kelly.

Sofort sedieren. Wieso ist er noch wach?“, herrschte er den Anästhesiepfleger an.

Ich habe mich an ihre Vorgaben gehalten. 5mg….“

Weiter kam er nicht. Kelly schob ihn unsanft zur Seite. Auch Frank Hollow wurde auf seiner Untersuchungsliege lebendig. Wilde Bewegungen mit seinen Armen ließen die Umstehenden einen Schritt zurückgehen, trotzdem wurde eine Krankenschwester durch einen Arm am Kopf getroffen und ging sofort zu Boden.

Aufheben und in den Nachbarraum bringen“, sagte Kelly und schaute dabei zur Oberschwester.

Schauen sie nach, ob sie ernsthaft verletzt ist. Was ich von hieraus sehen kann, sieht harmlos aus. Aber sicher ist sicher“

Dann wandte er sich wieder Frank Hollow zu.

10mg Diazepam i.v. und vorher bitte fixieren“

Zwei Krankenpfleger standen sprungbereit neben der Untersuchungsliege, während Kelly die Injektion vorbereitete.

Bei drei….“, sagte er zu den beiden Pflegern.

Auf das verabredete Kommando sprangen die beiden Pfleger nach vorn, packten den Patienten am Oberkörper und drückten ihn wieder zurück auf die Untersuchungsliege. Kelly drängelte sich dazwischen und gab die Injektion. Bereits nach wenigen Sekunden ließ der Widerstand des Patienten nach und seine Muskulatur wurde schlaff.

Wir werden sofort die Intubation durchführen, auch damit wir die Sedierung tiefer halten können“, sprach Kelly mehr zu sich selbst.

Wenn O´Mally nicht in zwei Minuten hier bei uns ist, kann er sich auf etwas gefasst machen“, herrschte er nun wieder die kleine Schwester an, die unermüdlich das Telefon bediente.

Während des kleinen Zwischenfalles, waren die Kleidungsstücke des Patienten vom Tisch gefallen. Ein kleines Buch lag mitten in der Notaufnahme.

Kelly bemerkte es als Erster. Schon beim Aufheben fiel im das Gewicht des kleinem Buches auf. Für seine Größe war es außerordentlich schwer.

Kelly blätterte es kurz durch und stellte dabei fest, dass es sich um ein Tagebuch zu handeln schien. Er beschloss es später einer genaueren Inspektion zu unterziehen.

In Raum war es jetzt wieder ruhiger. Frank Hollow lag ruhig auf der Untersuchungsliege. Das Nasenbluten hatte aufgehört und das Geräusch der Beatmungsmaschine war wie eine Metronom, das die vorangegangene Hektik wieder beruhigte.

Kelly fing an die ärztlichen Maßnahmen in den Aufnahmebogen einzutragen. Miculicz wollte sich nach O´Mally persönlich auf die Suche machen. Nur ein Anästhesiepfleger saß neben Frank Hollow und kontrollierte die zahlreichen Monitore. Alles war wieder stabil.

Kelly schrieb ruhig seine Notizen und dachte intensiv über das eben Erlebte nach. Was fehlte Frank Hollow? In Gedanken schüttelte er den Kopf. Ein leises Gurgeln ließ in aufhorchen.

Sie sollten den Patienten absaugen. Klingt, als wenn im Tubus Flüssigkeit ist.“, sagte er dem Pfleger, ohne sich umzuschauen.

Er vertiefte sich wieder in seine Aufzeichnungen. Der Herzmonitor schrillte plötzlich Alarm.
“Was ist denn jetzt wieder los?“, stöhnte Kelly ärgerlich. Er stand auf, drehte sich wütend um und blickte in das ebenso wütende Gesicht von Frank Hollow, der direkt vor ihm stand.








 

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> Solo hat keinen Doppelgänger < / Dave D Lambert - Southampton - Kapitel 7  (Solo hat keinen Doppelgänger / Dave D. Lambert) Verfasst: Dienstag, den 15. Juli 2008 08:26

 

Kapitel 7

Southampton, Fischereihafen, 2 Tage zuvor


Es ging schon seit Tagen so. Frank Hollow verzweifelte langsam. Jeden Tag Nasenbluten. Dann diese entsetzlichen Kopfschmerzen. Aber alles ließe sich aushalten, wenn ihn nur nicht diese schrecklichen Träume plagen würden. Seit Tagen hatte er nichts mehr gegessen, wenig getrunken und gar nicht geschlafen. Auch auf seiner Arbeitsstelle war er nicht mehr. Wie unter Zwang musste er den ganzen Tag durch die Stadt laufen. Ruhelos und ohne erkennbares Ziel. Vor zwei Tagen hatte er gedacht er wird sterben. Die Kopfschmerzen ließen ihn laut aufschreien. Mitten auf der Straße. Die Passanten beachteten ihn nicht weiter. Er musste sich setzen. „Alkohol“, hörte er einen Passanten im Vorbeigehen murmeln. Dabei hatte er in seinem Leben noch nie Alkohol getrunken.

Heute hatte er sich den Hafen als Ziel ausgesucht. Was für ein Ziel? Seit Tagen war er ohne Ziel. Frank Hollow blickte an sich herunter und betrachtete seine Hände. Sie zitterten. Er drehte sie um, so dass er die Handflächen betrachten konnte. Erst war es ihm nicht aufgefallen, aber dann war es ganz deutlich. Die Linien in seiner Handfläche hatten sich verändert. Wenn sie normalerweise wie Spiegelbilder sich glichen, war jetzt die Veränderung mehr als deutlich. Die Linien seiner linken Handfläche waren anders. Komplett anders. Während sie vorher die Form eines schönen, geschwungenen „M“ hatten, tauchten nun zusätzliche Linien auf. Wie große Balken durchkreuzten sie das „M“.

Es schien beinahe so, als wenn sich ein zweites „M“ bilden wollte.

Die rechte Handfläche zeigte diese Linien nicht. Beim Aufblicken wurde Frank schwindelig. Er saß am Hafen und blickte auf das Meer. Das Wasser war schwarz und bedrohlich. Der Wind fegte über das Meer und unterbrach so das Schwarz des Wassers, indem er weiße Kämme auf die Wellen blies.

Er konnte das Salz in der Luft schmecken. Der schon seit Stunden dauernde Nieselregen hatte seinen Mantel völlig durchnässt. Er fühlte weder Nässe, noch Kälte oder Hunger. Nur diesen entsetzlichen Kopfschmerz. Noch etwas bereitete ihm Sorgen. Seit Tagen fand er in seiner Wohnung Unmengen von Papier. Dicht beschrieben. Es schien täglich mehr zu werden. So wie es aussah, war es seine Handschrift. Kein Zweifel. Aber trotzdem konnte er es nicht lesen. Einiges schon. Nur das er den Inhalt nicht verstand. Es musste etwas Technisches sein. Frank Hollow arbeitete seit Jahren bei eine Bank und hatte so gut wie überhaupt kein technisches Verständnis. Schon bei kleineren Problemen seines PC, musste er einen Kollegen holen. Jetzt stapelten sich Papierberge in seiner Wohnung mit Abhandlungen über technische Vorgänge oder Abhandlungen über Dinge, die er noch weniger verstand, weil sie in einer Sprache geschrieben wurden, die er weder lesen noch sprechen konnte. Er wusste noch nicht einmal, um welche Sprache es sich handelte.

Frank wurde erneut schwindlig. Erst war er erschrocken, weil er an einen Einbruch in seine Wohnung dachte. Aber es fehlte nichts. Zum Anfang war es auch nur eine Seite, die er morgens nach einer fürchterlichen Nacht auf seinem Schreibtisch in der Wohnung fand. Seitdem wurden es täglich mehr Seiten, die in seiner Handschrift geschrieben auf dem Schreibtisch lagen. Bis gestern. Da tauchte die erste Seite in einer anderen Sprache auf. Frank erschrak und etwas schien ihn aber auch gleichzeitig zu beruhigen. Er sprach jetzt oft mit sich selbst. Als Single war er Einsamkeit gewohnt. Er hatte auch schon von anderen Singles gehört, dass man durchaus auch zu Hause mit sich selbst sprechen durfte. Er hatte nur das Gefühl, dass er nicht zu sich selbst sprach, sondern mit sich selbst unterhielt. Wenn die „Gespräche“ nicht so real und interessant für ihn gewesen wären, hatte er sich selber für verrückt erklärt. Trotzdem blieben natürlich Zweifel. Diese Unruhe und seine Kopfschmerzen ließen ihn zu einem Arzt gehen

Gesund, wie ein Fisch im Wasser“, empfing ihn sein langjähriger Hausarzt, nachdem er ein ganze Reihe von Tests mit ihm durch geführt hatte.

Sie sollten einmal richtig ausspannen und Urlaub machen, anstatt ihren Kunden überhöhte Zinsen „abzuknöpfen“, gab ihm sein Arzt mit auf den Weg, während er ihm scheinbar den Arm freundschaftlich auf die Schultern legte und damit aber auch gleichzeitig sanft aus dem Sprechzimmer schob. Frank war auf der einen Seite froh, aber auf der anderen Seite wusste er, dass etwas nicht stimmte. Er wusste nur nicht was.

Der Wind blies jetzt stärker und das Weiß auf den Kronen der Wellen breitete sich aus. Die Wellen faszinierten ihn. Auch etwas, was neu war. Früher hat er dem Meer überhaupt keine Bedeutung zugemessen. Heute konnte er stundenlang die Wellen beobachten. Frank nahm ein kleines Notizbuch aus seinem Mantel und schrieb etwas hinein. Mit geschlossenen Augen. Dabei wurden aus Wellen mathematische Formeln und die Buchstaben einer Sprache die er nicht verstand, tanzten um die Wellen.

Das Rütteln und Wackeln, das durch die schlechten Straßen am Hafen den Krankenwagen bedenklich schaukeln ließ, störten die Wellen und Buchstaben in Frank Hollows Kopf nicht mehr. Zu tief war seine Bewusstlosigkeit.

 

 

 

 

 

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> Solo hat keinen Doppelgänger < / Dave D Lambert -(NRO), Virginia/USA, 2 Tage zuvor. Kapitel 6  (Solo hat keinen Doppelgänger / Dave D. Lambert) Verfasst: Samstag, den 12. Juli 2008 06:26

 

Kapitel 6

National Reconnaissance Office (NRO), Chantilly, Virginia/USA

2 Tage zuvor


Oberst Warren starrte gebannt auf den Flatscreen an der Wand. Franklin beobachtete den Oberst mit einem leicht süffisanten Lächeln. Es mochte es, wenn das „Militär“ ratlos war.

Auf dem Bildschirm zeigte sich eine große, durchsichtige Blase, die sich wie eine Lupe über den Bildschirmausschnitt schob. Dabei veränderte sie ihre Größe offenbar nach einem vorgegebenen Rhythmus.

Das ist jetzt das dritte Mal, dass wir eine solche Beobachtung machen“, erklärte er dem Oberst ungefragt.

Was ist es denn, Menschenskind. Spannen Sie mich hier nicht auf die Folter!“

Nach den ersten Berechnungen ein sehr starkes, wanderndes Magnetfeld. Es ist auch nur sichtbar, weil ich einen Filter in die übertragenden Bilddaten geschaltet habe. Es wäre sonst nie aufgefallen“

Und warum ist Ihnen aufgefallen, so dass Sie den Filter dazwischen geschaltet haben?“

Anlass waren chemische Veränderungen. Ich dachte es wären Chemtrails“

Der Oberst atmete schwer auf.

Reden Sie doch mal Klartext. Das versteht doch kein Schwein!“

Warren ließ sich nicht beeindrucken.

Chemtrails sind künstliche und absichtlich verursachte Verunreinigungen in der Atmosphäre. Das müssten Sie doch eigentlich kennen...!“

Nicht jeder Scheiß der in der Luft ist, kommt von uns“

Jeder nicht. Dieser ganz sicher nicht. Aber einige waren schon von uns“

Der Oberst brummte etwas Ärgerliches, was Franklin nicht verstand.

Bei den Satellitenauswertungen meldete uns KH-13 diese „Verunreinigungen“ und die ersten Analysen waren beunruhigend.“

Das beobachten Sie jetzt bereits zum dritten Mal und holen mich erst heute? Was sind das für Verunreinigungen?“

Ich war mir nicht sicher und wollte nicht Ihre wertvolle Zeit verbrauchen. Es ist eine hochkonzentrierte „Wolke“ mit hoher Eiweißdichte. Der Computer hat seine Probleme mit der Analyse... “, antwortete Franklin etwas spitz.

Ich weiß immer noch nicht was es ist! Wofür halten Sie es denn?“

Ganz genau weiß ich es auch nicht, aber eines ist sicher, unmittelbar nach den Chemtrails erscheint dieses Magnetfeld. Es scheint den Chemtrail einzuhüllen und transportiert ihn weiter“

Es transportiert ihn weiter“, echote der Oberst mit der sicheren Stimmlage der Unkenntnis.

Es ist gelungen, die zweite „Wolke“ über mehr als 6000km zu verfolgen...“

Der Oberst sprang auf.

So, jetzt habe ich genug von diesem Quatsch. Ich erwarte eine ausführliche Stellungnahme zu ALLEN Vorgängen bis morgen früh. Auf meinem Schreibtisch und den müssen Sie nicht erst 6000km verfolgen. Er steht genau im Stockwerk über Ihnen. Haben Sie das verstanden? Über Ihnen!“

Franklin nickte und gab dem Oberst einen Ordner.

Was ist das?“, fragte der Oberst barsch

Der Bericht“ antworte Franklin.

 

 

 

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> Solo hat keinen Doppelgänger < / Dave D Lambert - Buchmann-Klinik, Berlin, Gegenwart Kapitel 5  (Solo hat keinen Doppelgänger / Dave D. Lambert) Verfasst: Montag, den 30. Juni 2008 06:25

 

Kapitel 5

Buchmann-Klinik, Berlin, Gegenwart


Nathan trat etwas dichter an das Bett von Laura heran. Neben den Elektroden, die auf ihrem Brustkorb platziert waren, um die Herzaktionen zu überwachen, fiel eine Stelle an ihrer rechten Brust auf. Die Haut war dort dunkelrot und hatte die Größe einer Handfläche. Dieser „Fleck“ war scharf begrenzt.

Nathan trat wieder einen Schritt zurück.

Sieht aus, wie ein Muttermal und um ihre Frage zu beantworten: Nein, so gut kenne ich Miss Gaine nicht, als das mir diese Hautveränderung an dieser Stelle aufgefallen wäre. Genauer gesagt „kenne“ ich Laura erst seit gut einer Woche“, sagte Nathan zu Lauch und blickte aber dabei seinen Vater an.

Sie ist meine Assistentin. Mehr nicht!“, antwortete sein Vater ungefragt.

Lauch rückte seine Brille etwas zurecht.

Also ein Muttermal ist es nicht.“

Um was könnte es sich ihrer Meinung nach dann handeln?“, fragte jetzt John Sanders und sah dabei seinen Sohn an.

Lauch schien die Spannung zwischen den beiden zu spüren, dann wandte er sich John Sanders zu.

Auch wenn diese Veränderung in der Nähe der Schusswunde ist, halten wir einen Zusammenhang damit für wenig wahrscheinlich. Zum Einen hat diese Hautveränderung vor einer Stunden die Farbe gewechselt und zum Anderen nimmt sie rapide an Größe zu. Gestern war diese erst ungefähr drei Zentimeter im Durchmesser und der Heilverlauf der Schusswunde ist unauffällig und komplikationslos.“

Die Aussage des Oberarztes überraschte Nathan genauso wie seinen Vater.

Hat diese Hautveränderung ein Hautarzt gesehen?“, fragte Nathan

Ja. Auch er hat keine Erklärung dafür. Er schlug eine Probenentnahme vor, die wir aber gegenwärtig aufgrund des schlechten Allgemeinzustandes von Frau Gaine nicht für dringlich halten. Wir sehen auch keinen Zusammenhang zum schlechten Gesamtzustand“

Nathan und sein Vater nickten stumm als Zeichen der Zustimmung.

Nathan betrachte die Hirnstromkurven, die kontinuierlich von Lauras Kopfhaut abgeleitet wurden.

Der Grundrhythmus ihres Gehirns ist viel zu langsam“, bemerkte Nathan, der sich die Kurven schon seit einiger Zeit immer wieder ansah. „Wir sehen solche Rhythmen sonst nur bei Koma-Patienten“

Lauch nickte.

Das ist es ja, was wir nicht verstehen. Das Gehirn ist weder geschwollen, noch im Wesentlichen verletzt. Sieht man einmal von den kleinen Defekten ab, die sie vorhin auf den Kernspinbildern entdeckt habe, gibt es keinen Grund dafür. Der Stoffwechsel ist ungestört. Auch der Kreislauf ist stabil.“

Die Defekte sind es nicht“, ergänzte Nathan. „Da haben sie völlig Recht. Was ich ebenfalls nicht verstehe, ob nicht die Hautveränderung doch eine Rolle spielen könnte. Wir sollten eine Biopsie veranlassen. Andere Möglichkeiten gibt es ja kaum“

Diesmal nickte Lauch stumm mit dem Kopf.

Ich werde den Kollegen noch einmal bitten zu kommen.“

Ein erneutes Vibrieren ließ Nathan zusammen zucken. Der Gegenstand, den er von van Buren erhalten hatte, machte sich wieder bemerkbar.

Ich denke, sie sollten sich jetzt ein wenig ausruhen. Für Laura wird hier alles in unserer Macht stehende getan. Wenn es eine Veränderung gibt, werden wir sie sofort unterrichten. Sie könnten eigentlich wieder zurück in ihr Hotel.“, sagte Lauch.

Vermutlich haben sie Recht. Was meinst du?“, fragte Nathan seinen Vater.

Kollege Lauch hat völlig Recht. Ich denke, dass Laura hier in ausgezeichneter Betreuung ist, wie wir sie uns gar nicht besser wünschen können. Ich möchte ihnen dafür noch einmal ausdrücklich danken. Sie und ihr Team leisten einen fantastischen Job“

Lauch wurde etwas verlegen.

Das ist doch selbstverständlich“

Erneutes Vibrieren in seiner Hosentasche erinnerte Nathan an den Gegenstand. Nathan wurde unruhig.

Die drei Ärzte verabschiedeten sich, als von Lauras Bett eine leises Stöhnen zu hören war. Sofort wandten sich alle drei wieder Laura zu.

Laura begann unruhig den Kopf hin und her zu bewegen. Der Herzschlag erhöhte sich und der Monitor zeigte einen Wert von 150 Schlägen pro Minute. Das dadurch ausgelöste Alarmsignal sorgte für das Erscheinen der zuständigen Schwester

Ah, Doktor Lauch, sie sind schon da“

Kommen sie nur. Der Zustand hat sich eben erst verändert“

Lauch beobachtete aufmerksam und konzentriert die Monitore und ihre verschiedenen Signale die sie übertrugen.

Wir müssten die Herzfrequenz senken. Adenosin 6mg i.v.. Sofort bitte!“, rief er der Schwester zu.

Stumm bereitete die Schwester die Injektion vor und verabreichte das Medikament.

PARADOXE REAKTION“, brüllte Lauch plötzlich. Alle im Zimmer erschraken. Die Alarmfunktion verschiedener Monitore sprang an. Lauch schob die Schwester beiseite. Die Herzfrequenz war jetzt bei 180 Schlägen pro Minute. Der Blutdruckmonitor zeigte eine Null-Linie.

Holen sie Doktor Körner und machen sie den Defibrilator klar“, sagte Lauch jetzt wieder mit ruhiger Stimme. Dann veränderte er die Einstellungen an verschiedenen Infusionsautomaten. Herzfrequenz 200. Lauch gab erneut eine Injektion. Die Herzfrequenz begann etwas zu sinken. Nathan beobachtete den Hirnmonitor.

Der Grundrhythmus hat sich weiter verlangsamt“

Habe ich gesehen“, sagte Lauch nur kurz. „Ich habe das Volumen erhöht und Dopamin gegeben“

Der Herzschlag verlangsamte sich weiter. 110 Schläge pro Minute. Dann sank er plötzlich auf 60 Schläge pro Minute. Lauch kontrollierte die Elektroden des Herzmonitors und schüttelte stumm den Kopf. Die Schwester und der Kardiologe Doktor Körner kamen in das Zimmer. Lauch instruierte Körner kurz auf Deutsch. Der nickte und ging dichter an das Bett von Laura heran. Laura war immer noch unruhig und bewegte ihren Kopf hin und her. Die Augen weit geöffnet. Sie versuchte den Tubus, der in ihrem Mund zur Beatmung befestigt war, heraus zuziehen. Körner sprach ruhig auf Laura ein und hielt dabei ihre Hand fest. Es gelang ihr trotzdem den Tubus heraus zu ziehen.

Diazepam“, sagte Lauch zu Körner und bereitete die Injektion vor. Im gleichen Augenblick machte Laura einen tiefen Atemzug und hustete.

Sauerstoff über Maske“, sagte Lauch zur Schwester. Die Schwester versuchte die Sauerstoffmaske auf Lauras Gesicht zu drücken. Die Abwehrbewegungen von Laura wurden schwächer. Das Diazepam begann zu wirken. Herzfrequenz 78 Schläge pro Minute. Die Ärzte standen jetzt alle stumm um das Bett und beobachteten die Monitore.

Laura versuchte zu sprechen. Die Schwester strich Laura über das Haar und versuchte sie zu beruhigen. Laura versuchte auch die Sauerstoffmaske von ihrem Gesicht weg zu schieben. Die Schwester warf Lauch einen fragenden Blick zu. Der nickte nur. Nachdem die Sauerstoffmaske weg war, versuchte Laura erneut zu sprechen.

Verstehst Du was sie sagt?“, fragte Nathan seinen Vater.

Der schüttelte nur den Kopf und trat dichter an das Bett heran.

Laura, ich bin es John, können sie mich hören?“

Erneut murmelte Laura einen Satz. Nathan stutze und blickte seinen Vater an.

Welche Sprachen spricht Laura?“, fragte er seinen Vater.

Soweit ich weiß außer Englisch keine weiteren Sprachen. Sie hat es oft bedauert keine Fremdsprachenkenntnisse zu haben“

Wenn ich es richtig verstanden habe, war es Italienisch“,sagte Lauch.

John Sanders schüttelte den Kopf

Dann muss sie es gelernt haben, ohne es mir zu sagen“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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