( Evang. Kirche Werkheim von 1280 )
So, nun habe ich mal wieder eine seltsame Phobie gefunden.
Ecclesiophobie > Die Angst vor
Kirchen
Diese ist auch sehr rätselhaft.
Ich frage mich, ob es an der Höhe der Decke liegt, an dem
Hall oder an das gewaltige Mystische, was so eine Kirche
ausströmt.
Oder ist es von früher übernommen ? Als Instinkt - damals war ja die
Hexenverbrennung...
Na die hatten ja auch feine Sachen drauf...
Wasserprobe : Man dachte, dass Wasser nur
reine Personen annimmt. Es wurden bis zur Bewegungslosigkeit
Hände und Füße zusammen gebunden. Ging sie unter
(meistens ertrank sie dabei), war sie nicht schuldig. Blieb sie auf
dem Wasser, war sie schuldig.
Feuerprobe : die Frauen musste über
glühende Kohlen laufen, oder einige in der Hand halten.
Blieben nach einigen Tagen Verletzungen, war sie
schuldig.
Nadelprobe: Mit einer sogenannten
Hexennadel wurde in ein Muttermal (Hexenmal) gestochen, blutete die
Wunde, war sie schuldig.
Waagen – Probe: Da Hexen fliegen
konnten, nahm man an, dass sie weit weniger als andere wiegen.
Hatte eine Arme mehr Gewicht, als ihr zustand, war sie
schuldig.
Tränenprobe: konnte die Person nicht
während der Folter Tränen vergießen, war sie
schuldig.
"In dicken, starken Thürmen, Pforten,
Blockhäusern, Gewölben, Kellern, oder sonst tiefen Gruben
sind gemeinlich die Gefängnussen. In denselbigen sind entweder
große, dicke Hölzer, zwei oder drei über einander,
daß sie aufund nieder gehen an einem Pfahl oder Schrauben:
durch dieselben sind Löcher gemacht, daß Arme und Beine
daranliegen können. Wenn nun Gefangene vorhanden, hebet oder
schraubet man die Hölzer auf, die Gefangenen müssen auf
ein Klotz, Steine oder Erden diedersitzen, die Beine in die untern,
die Arme in die obern Löcher legen. Dann lässet man die
Hölzer wieder fest auf einander gehen, verschraubt, keilt und
verschließet sie auf das härtest, daß die Gefangen
weder Bein noch Arme nothdürftig gebrauchen oder regen
können. Das heißt, im Stock liegen oder sitzen. Etliche
haben große eisern oder hölzern Kreuz, daran sie die
Gefangen mit dem Hals, Rücken, Arm und Beinen anfesseln,
daß sie stets und immerhin entweder stehe, oder liegen, oder
hangen müssen, nach Gelegenheit der Kreuze, daran sie geheftet
sind.
Etliche haben starke eiserne Stäbe, fünf, sechs oder
sieben Vertheil an der Ellen lang, dran beiden Enden eisen Banden
seynd, darin verschließen sie die Gefangenen an den Armen,
hinter den Händen. Dann haben die Stabe in der Mitte
große Ketten in der Mauren angegossen, daß die Leute
stäts in einem Läger bleiben müssen"
(Prätorius, "Von Zauberey und Zauberern", 1613).
Daumenschrauben - 1.Grad: "Mit jeder
Drehung wurde der Schmerz für das gefolterte Mädchen
größer" (Hunold, aaO).
Fesselung – 2.Grad: "Mit einem Seil,
das man an den gefesselten Händen befestigte, zog man das
Mädchen mit Hilfe eines Seilzuges an der Decke in die
Höhe" (Hunold, aaO).
Leiteranwendung – 3.Grad: Sie wurden
auf Leitern mit Spitzem gebunden.
Spanischer Stiefel – 4.Grad: Es
handelt sich, ähnlich, wie bei den Daumenschrauben um eben
solche Beinschrauben.
Feueranwendung - 5.Grad: "Die
Henkersknechte entzündeten Fackeln und versengten mit deren
Flammen Haut und Fleisch der Gequälten" (Barnheim,
1968).
Es gab noch unsäglich gemeinere Folterarten, die ich hier
nicht aufführen möchte.
Es war eine schlimme Zeit, wenn man Neider hatte oder wenn man
nicht gemocht wurde.
Da wäre noch das > BIBEL, BUCH DER LÜGEN
Diese Bezeichnung für ein
heiliges Buch leitet sich von Byblos ab,der Stadt der Gro-
ßen Mutter,dem ältesten,ununterbrochen benutzten Tempel
der Welt.Die Göttin, ge- nannt Astarte,Baalat,Hathor usw.,war
die Schutzpatronin des Lernens,ihre Priester- innen
begründeten eine Bibliothek,die aus den von ihnen gesammelten
Papyrusrollen bestand.Darum nannten die Griechen jeden Papyrus
"byblos",was zur Bedeutung "heiliges Buch" führte.Deshalb die
"Bibel".In mehreren Büchern der Bibel bedeutet das Wort,das
mit "Gott" übersetzt wird,in Wirklichkeit den femininen Plural
"Göttinnen". Manche der Wunder,die den biblischen Helden
zugeschrieben werden,wurden von älteren Mythen der Göttin
übernommen.Daß Josua die Sonne festhalten konnte, war
ein Vorgang,der früher den Priesterinnen von Isis,Hekate und
der thessalischen Gro- ßen Göttin zugeschrieben
wurde.Moses blühender Stab,der Fluß voller Blut und die
Gesetzestafeln waren Symbole der alten Göttin.Seine
Wundertat,Wasser aus einem Felsen fließen zu lassen,wurde
zuerst von Mutter Rhea vollführt.Die wunderbare Tei- lung des
Meeres,mit deren Hilfe die Israeliten trockenen Fußes aus
Ägypten fliehen konnten,war zuvor bereits von Isis oder Hathor
auf ihrem Weg nach Byblos vollbracht worden.Nach einer
weitverbreiteten Legende über den Ursprung der Bibel wurde das
alte Testament von 72 Übersetzern vom Hebräischen ins
Griechische übertragen,die von Eleazar,einem jdischen
Hohenpriester,im 3. Jahrhundert v. Chr. zu Ptolemäus ge-
schickt wurden.Der Legende nach schloß Ptolemäus auf der
Insel Pharos die Über- setzer in Einzelzellen ein,wo jeder
seine eigene griechische Version in exakt zweiund- siebzig Tagen
erstellte.Die Übersetzungen stimmten exakt,Wort für
Wort,miteinander überein.Natürlich ist das nie so
geschehen.Die wirkliche Geschichte der Bibel verlief sehr viel
ungeordneter.Im 1. Jahrhundert v. Chr. tauchte eine Sammlung
auf,die im 1. Jahrhundert n. Chr. von den Juden in der Diaspora als
heilig akzeptiert und an die Christen weitergegeben wurde.Sowohl
unter den Juden als auch unter den Christen erlebte die Bibel viele
Veränderungen.Im 4. Jahrhundert n. Chr. sammelte der heilige
Hieronymus einige hebräische Manuskripte und redigierte sie,um
eine lateinische Ü- bersetzung anzufertigen,die Vulgata,eine
Bibel von bemerkenswerter Ungenauigkeit, die merklich von dem
Original,daß Hieronymus zur Verfügung stand,abwich.Die
oft- mals revidierte Fassung der Luther-Bibel (zuletzt 1956-1964)
versucht ebenso wie die 1881 begonnene Revision der King
James-Bibel,deren letzte Revised Version von 1952 stammt, einige
besonders offensichtliche Fehler zu korrigieren.Im neuen Testa-
ment wurden zwölf Verse am Ende des Evangeliums nach Markus
getilgt bzw. in Klammern gesetzt,weil sie falsch waren,es waren
spätere Einschübe,einschließlich der Worte,die
jahrhundertelang viel Leid verursacht hatten:"wer aber nicht
glaubt, wird verdammt werden". Traditionell verbot die Kirche nicht
nur die Forschung,sondern so- gar das Lesen der Bibel durch
Laien.Im ganzen Mittelalter war der Besitz einer Bibel in der
Landessprache ein Verbrechen,das durch Tod auf dem Scheiterhaufen
bestraft wurde !Mit der Reformation wurde das Bibellesen zur Suche
nach einer neuen Basis des Glaubens,im Verlauf dieses Prozesses
fanden sich aber auch viele neue Gründe für einen
Skeptizismus. Richard Simons "Critical History of the Old
Testament" aus dem 17. Jahrhundert führte den mittlerweile
hinreichend bekannten Beweis, daß die 5 Bücher Mose
nicht von Mose geschrieben,sondern von vielen Händen zu einem
spä- teren Zeitpunkt zusammengestellt worden waren.Bischof
Bossuet bezeichnete das Werk Simons als "einen Haufen
Gottlosigkeiten",warf seinen Autor aus dem Oratorium und ordnete
die Verbrennung der gesamten ersten Auflage an.Dr. Alexander Geddes
,ein katholischer Gelehrter, übersetzte 1792 das Alte
Testament mit einem kritischen Anhang und bewies,daß der
Pentateuch (die 5 Bücher Mose) nicht von Mose ge- schrieben
und auf keinen Fall früher als zur Regierungszeit König
Davids entstanden sein konnten.Er wurde als
"Möchtegern-Verbesserer des Heiligen Geistes" angeklagt .1889
gab ein Buch mit Aufsätzen über die Bibel,"Lux Mundi",die
ganze angebliche Historizität und göttliche Inspiration
der Bibel auf und räumte ein,DIE BIBEL SEI EINE WIRRE MASSE
VON MYTHEN, LEGENDEN UND VERSTÜMMELTEN GESCHICHT- LICHEN
TATSACHEN,einschließlich zahlreicher,sich widersprechender
Fakten.Viele Kirchenmänner des 19. Jahrhunderts bestanden
darauf,daß der alleinige Autor der Bibel Gott sei.Dekan
Burgon schrieb:"Die Bibel ist die eigentliche Äußerung
des Ewi- gen,so sehr Gottes eigenes Wort,als ob die hohen Himmel
sich geöffnet hätten und wir Gott hörten,wie er mit
menschlicher Stimme zu uns spricht".Nach Dr. Baylee ist die Bibel
"unfehlbar genau;alle ihre Geschichten und Erzählungen
jeglicher Art sind ohne jede Ungenauigkeit". Maurice Jones (schrieb
1934 "The New Testament in the Twen- tieth Century"):"Wenn die
Theorie vom Christus- Mythos wahr ist,dann hat die ge- samte
zivilisierte Welt seit fast zweitausend Jahren unter dem Fluch der
Lüge gelebt". Der Erzbischof von Canterbury fand es
unmöglich,die offensichtlichen Lügen der Bi- bel zu
leugnen und begann seinen Rückzieher mit der folgenden
wehmütigen Frage: "KÖNNTE NICHT DER HEILIGE GEIST VON
MYTHEN UND LEGENDEN GE- BRAUCH MACHEN ?" Augenscheinlich war die
Bibel voll von Mythen und Legenden, aber die meisten Theologen in
den Amtskirchen hatten keine Vorstellung von ihrer Bedeutung.Ein
Grund dafür war,daß sie nicht die entsprechenden Mythen
und Legen- den anderer Kulturen studiert hatten.Christliche
Missionare verbrannten in ihren arro- ganten Vandalismus
Bücher und Kunstwerke und zerschlugen Statuen.Das Singen und
Anhören der Gedichte und Lieder aus den heidnischen
Traditionen wurde verboten, anstatt sie anzuhören und
aufzuzeichnen.Die meisten Geistlichen achten darauf,daß ihre
Gemeinden nichts über die wahren Quellen der biblischen Mythen
erfahren.Die primitivsten oder uninteressantesten dieser Mythen
werden ständig als tiefe Allegorien oder metaphorische
Geschichten neu interpretiert.In ähnlicher Weise werden auch
viele der wirklich unangenehmen Passagen ignoriert,zum Beispiel
"Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen" (Exodus 22,17)oder
Gottes häufige Befehle, gnadenlos Krieg zu führen. Die
Männer der Kirche gaben nicht nur fälschlicherweise
vor,die Evangelien stammen von den Aposteln her,sondern sie tilgten
auch alle Hinweise,daß Frauen an den Anfängen des
Christentums beteiligt waren.Nur die verbotenen gnostischen Evan-
gelien bewahren Hinweise darauf,daß Jesus entsprechend den 12
männlichen Apo- steln auch 12 weibliche Apostel hatte,oder
daß Maria Magdalena ihre Anführerin war. Man ersetzte
den Hinweis auf die Frauen durch "verehrungswürdige
Brüder".
Also für mich ist diese Phobie verständlich ^^
meine Gedanken jetzt :
Denkpause -
heißt das nun: nicht mehr
denken
oder ausnahmsweise mal ?
lg Archimeda
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